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Ärtzin führt eine Ultraschalluntersuchung bei einer schwangeren Patientin durch, die die Hand ihres Partners hält.

Erweiterte sonographische Feindiagnostik

Der Zeitraum 20. – 22. Schwangerschaftswoche (SSW) bietet besonders gute Ultraschallbedingungen, da die kindlichen Organe weitgehend ausgebildet und groß genug sind. Gleichzeitig ermöglichen die kindliche Knochendichte und das Größenverhältnis zu Fruchtwasser noch eine gute Ultraschall-Darstellbarkeit.

Was ist die erweiterte Feindiagnostik?

Es handelt sich um einen hochauflösenden Ultraschall, bei dem nahezu alle visuell darstellbaren Körperstrukturen des ungeborenen Kindes systematisch untersucht werden.

Die Untersuchung dauert ca. 30 Minuten und wird häufig auch als Feindiagnostik, Organscreening, Fehlbildungsultraschall oder „großer Ultraschall“

Ziel und Grenzen der Feindiagnostik

  • Das Hauptziel ist, Fehlbildungen und Entwicklungsstörungen möglichst frühzeitig zu erkennen oder mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen, um Planung und ggf. eine Therapie zu ermöglichen.
  • Ein unauffälliger Befund spricht mit hoher Wahrscheinlichkeit für eine – entsprechend den medizinisch erwarteten Entwicklungsstadien – normale Organentwicklung.
  • Ein vollständiger Ausschluss aller Erkrankungen oder Behinderungen ist jedoch nicht möglich. Insbesondere erst später auftretende Auffälligkeit kann die Feindiagnostik nicht sicher ausschließen.

Die Untersuchung ermöglicht eine systematische Beurteilung nahezu aller Organsysteme, z.B. Kopf, Wirbelsäule, Herz, Lunge, Darm, Extremitäten etc. Untersucht werden strukturellen Fehlbildungen und sogenannten Marker, die auf Chromosomenstörungen (z.B. Trisomien) oder andere Erkrankungen hinweisen können.

Wer führt die Untersuchung durch?

Um die Organentwicklung Ihres Kindes bestmöglich beurteilen zu können, wird in unserer Praxis die Feindiagnostik von besonders qualifizierten Ärztinnen mit spezieller Erfahrung in der Pränataldiagnostik, DEGUM Stufe II-Zertifizierung und dem Einsatz von High-End Ultraschallgeräten durchgeführt.

Ärtzin führt eine Ultraschalluntersuchung durch

Weitere Abklärung und humangenetische Beratung

Wenn bei der Feindiagnostik Auffälligkeiten festgestellt werden, erfolgt eine ausführliche ärztliche Besprechung der Befunde und der möglichen Konsequenzen.

Je nach Art der Auffälligkeit kann eine humangenetische Beratung sinnvoll oder empfohlen sein, um das individuelle Risiko, mögliche Ursachen, Verläufe und weitere diagnostische Optionen (z.  Fruchtwasseruntersuchung oder Chorionzottenbiopsie) zu besprechen.

Ergänzende oder alternative Untersuchungen

  • Ergänzend zur Feindiagnostik kommen je nach Fragestellung weitere Ultraschalluntersuchungen, z.B.  ein fetaler Herzultraschall (fetale Echokardiographie) oder Kontrollen im weiteren Verlauf, in Betracht.
  • Als alternative bzw. ergänzende nicht-invasive Verfahren können Screeningtests auf Chromosomenstörungen (z.B.  Ersttrimesterscreening oder nicht-invasiver Pränataltest/NIPT) eingesetzt werden, die jedoch andere Fragestellungen abdecken als der Feinultraschall.

Was die Untersuchung für Sie bedeutet

  • Meistens zeigt sich bei der Untersuchung eine unauffällige Entwicklung des Kindes, so dass Befürchtungen ausgeräumt und besondere Risiken ausgeschlossen werden können.
  • Ein unauffälliger Organultraschall kann das Vertrauen in einen normalen Schwangerschaftsverlauf stärken.
  • Bei auffälligen Befunden steht unser spezialisiertes Team aus Pränatal-Diagnostikern, der Humangenetik sowie der Psychotherapie zur Verfügung, um Sie umfassend zu informieren und gemeinsam die weiteren Schritte zu planen.

Fragen?

Haben Sie Fragen oder möchten Sie einen Termin vereinbaren? Unser Praxisteam hilft Ihnen gerne telefonisch oder per E‑Mail weiter.

Ein präziser Blick auf Ihr Baby: Unsere erweiterte sonographische Diagnostik liefert Antworten, die Standard-Untersuchungen nicht geben können.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur sonographischen Feindiagnostik (Organscreening)

Die erweiterte sonographische Feindiagnostik ist ein hochauflösender Ultraschall, bei dem nahezu alle visuell darstellbaren Körperstrukturen des ungeborenen Kindes systematisch untersucht werden. Sie wird auch als Organscreening, Fehlbildungsultraschall oder „großer Ultraschall“ bezeichnet.

Der optimale Untersuchungszeitraum liegt zwischen der 20. und 22. Schwangerschaftswoche. In dieser Phase sind die kindlichen Organe weitgehend ausgebildet und gleichzeitig noch sehr gut per Ultraschall darstellbar.

Die Untersuchung dauert in der Regel etwa 30 Minuten. Die genaue Dauer kann variieren, abhängig von der Fragestellung, der Lage des Kindes und den individuellen Ultraschallbedingungen.

Im Rahmen der Feindiagnostik werden unter anderem Kopf, Gesicht und Gehirn, Wirbelsäule, Herz, Lunge, Bauchorgane, Nieren, Extremitäten sowie die Plazenta und das Fruchtwasser beurteilt. Ziel ist eine möglichst vollständige Einschätzung der kindlichen Organentwicklung.

Hauptziel der Untersuchung ist es, Fehlbildungen oder Entwicklungsstörungen frühzeitig zu erkennen oder mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen. Auf dieser Grundlage können die weitere Betreuung der Schwangerschaft, die Versorgung des Kindes nach der Geburt sowie – falls erforderlich – auch vorgeburtliche Behandlungsmöglichkeiten gezielt geplant werden.

Nein, auch bei einem unauffälligen Befund können nicht alle Erkrankungen oder Behinderungen sicher ausgeschlossen werden. Bestimmte Stoffwechselstörungen etwa oder seltene genetische Veränderungen sind im Ultraschall nicht erkennbar, da die Kinder äußerlich unauffällig erscheinen. Auch funktionelle Störungen oder Auffälligkeiten, die sich erst im weiteren Verlauf der Schwangerschaft entwickeln, lassen sich nicht immer frühzeitig feststellen.

Ein unauffälliger Befund spricht mit hoher Wahrscheinlichkeit für eine altersentsprechende, normale Organentwicklung des Kindes. Für viele werdende Eltern ist dies eine große emotionale Entlastung und stärkt das Vertrauen in einen normalen Schwangerschaftsverlauf.

Werden Auffälligkeiten erkannt, erfolgt eine ausführliche ärztliche Besprechung der Befunde. Dabei werden mögliche Ursachen, die Bedeutung der Auffälligkeit sowie das weitere Vorgehen verständlich erläutert. Oft wird in diesen Fällen auch Frau Dr. Schulze, unsere spezialisierte Ärztin für Humangenetik, hinzugezogen.

Je nach Art der Auffälligkeit kann eine humangenetische Beratung empfohlen werden. Diese dient dazu, individuelle Risiken, mögliche genetische Ursachen sowie weiterführende diagnostische Optionen wie eine Fruchtwasseruntersuchung oder Chorionzottenbiopsie zu besprechen.

Die Untersuchung im MVZ am Salzhaus wird von besonders qualifizierten Ärztinnen und Ärzten mit spezieller Erfahrung in der Pränataldiagnostik durchgeführt. Der Einsatz moderner High-End-Ultraschallgeräte und eine entsprechende Zusatzqualifikation (DEGUM-Zertifizierung) sind dabei entscheidend.

Je nach Fragestellung können ergänzende Ultraschalluntersuchungen oder Verlaufskontrollen im weiteren Schwangerschaftsverlauf sinnvoll sein.

Die Feindiagnostik beurteilt vor allem die körperliche Organentwicklung des Kindes. Andere Verfahren wie das Ersttrimesterscreening oder der nicht-invasive Pränataltest (NIPT) konzentrieren sich hingegen auf das Risiko bestimmter Chromosomenstörungen und beantworten andere Fragestellungen.

Nein, die erweiterte sonographische Feindiagnostik ist eine freiwillige Untersuchung. Ob sie in Anspruch genommen wird, hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihren individuellen Bedürfnissen und Ihrem Informationswunsch ab.

Bei bestimmten medizinischen Indikationen übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Ob dies in Ihrem Fall zutrifft, besprechen Sie mit Ihrer betreuenden Frauenärztin oder Ihrem betreuenden Frauenarzt.

Sie haben noch Fragen?

Rufen Sie uns an, schreiben Sie uns eine E-Mail oder vereinbaren Sie einen Termin. Wir sind für Sie da und begleiten Sie einfühlsam bei allen Anliegen rund um die erweiterte sonographische Feindiagnostik.

Bitte Beachten

Wir haben in der Woche vom 12.10.2026 – 16.10.2026 von 7:30Uhr bis 15:30 Uhr geöffnet.

Ihre Team vom MVZ am Salzhaus